Worm's eye view of green trees
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Was hast du für den Klima- und Umweltschutz gemacht?

Stelle dir mal vor, dich fragt jemand im Jahr 2050, was du gemacht hast um das Klima und die Umwelt zu schützen? Dann als wir den Klimawandel noch hätten reduzieren können, als wir wichtige Lebensräume noch hätten retten können. Vielleicht wirst du sagen:

Ich habe Müll getrennt. Ich habe meine eigene Tasche zum Einkaufen mitgenommen. Ich habe das Licht ausgeschaltet. Ich habe regionale Lebensmittel gegessen. Ich habe Einwegplastik vermieden. Ich habe kein Essen weggeschmissen. Ich habe weniger Fleisch und tierische Produkte gegessen. Ich habe vegan gelebt. Ich habe meinen Konsum reduziert. Ich habe ökologisch und fair hergestellte Produkte gekauft. Ich habe erneuerbare Energien bezogen. Ich habe Bäume gepflanzt. Ich bin weniger Auto gefahren. Ich habe das Auto abgegeben. Ich bin weniger geflogen. Ich bin nie wieder geflogen.

Welche dieser Aussagen würdest du so oder so ähnlich im Jahr 2050 sagen? Eine, zwei, die meisten?

Jede Handlung zählt

Egal wie viele Aussagen auf dich zutreffen. Solange es mindestens eine ist, ist es besser als gar keine. Denn um etwas zu verändern, ist es wichtig, dass jeder von uns etwas macht. Jede Handlung zählt – egal wie klein oder groß sie ist. Denn letztendlich kommt es auf die Masse an. Je mehr von uns jeden Tag ein bisschen nachhaltiger leben, desto mehr können wir zusammen bewirken.

Small acts, when multiplied by millions of people, can transform the world.

Howard Zinn, US-amerikanischer Historiker und Politikwissenschaftler

Oft ist die erste Handlung auch nur der Anfang und bald folgen weitere. Und so wird unser Ökologischer Fußabdruck mit der Zeit immer kleiner und dessen Effekt größer.

Aber nicht jede Handlung ist gleich

Wir müssen uns aber auch eingestehen, dass nicht jede Handlung den gleichen Effekt hat. So ist es für die Umwelt besser erst gar keinen Müll anfallen zu lassen als ihn bloß zu trennen. Zudem reduziert weniger oder gar kein Fleisch zu essen unseren Fußabdruck mehr als regional zu essen. Nicht mehr zu fliegen stellt dagegen alle anderen Handlungen in den Schatten.

Welche Handlungen brauchen wir?

Momentan besteht ein Unterschied zwischen dem, was wir tun wollen und können, um nachhaltiger zu leben und dem, was nötig ist um den Klimawandel langfristig zu begrenzen und die Umwelt zu schützen. Sowohl von uns als Einzelperson als auch vom Staat braucht es Veränderungen, die einen großen Effekt haben.

Was uns als Einzelperson betrifft, gehört dazu unseren Konsum zu reduzieren, weniger Fleisch zu essen, weniger Auto zu fahren und weniger zu fliegen.

We must either let some […] habits go or let the planet go.

We are the Weather, Jonathan Safran Foer

Letztendlich geht es bei dem Gedankenexperiment nicht darum zu zeigen, dass du vielleicht nicht genug tust um deinen Fußabdruck zu reduzieren, sondern darum, dass die Verkleinerung deines Fußabdrucks vielleicht nicht genug ist, um merklich zum Klima- und Umweltschutz beizutragen.

Das ist vielleicht nicht einfach zu hören, aber für viele von uns leider die Wahrheit. Dennoch sollten wir stolz auf das sein, was wir schon verändert haben und neuen Herausforderungen offen gegenüber treten. Denn nur wenn wir das wagen, können wir hoffen, wirklich etwas zu verändern.

Dieses Gedankenexperiment wurde inspiriert von dem Buch „Wir sind das Klima“ bei Jonathan Safran Foer.

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